Wieviel muss mann eigentlich monatlich anlegen, um seine rente um einen bestimmten Betrag im Alter aufzubesser?
Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich von diversen Faktoren ab und wird von Versicherungsvertretern und häufig auch selbsternanten Anlageberatern recht undifferenziert beantwortet. dabei bietet das Internet vile Hilfestellungen, um sich zum Theme Rentenlücke und Altersvorsorge / Zusatzrente / zusatzeinkommen im Alter selbst einige Gedanken zu machen.
Wenn Sie z.B. noch dreissig Jahre für regelmässige Zahlunge haben und monatlich 250 Euro anlegen können, dann können Sie bei bestimmter Mischung und Umschichtig der Anlagen im Zeitablauf (wachsender Anteil recht sicherer Anlagen mit zunehmenden Alter) derzeit nahezu 6% als durchaus realisierbare durchschnittliche Rendite kalkulieren. D.h., dass Sie bei monatlicher Zahlung von 250 Euro nach dreissig Jahren 244 tsd. Euro angespart haben sollten. Wenn Sie dann von noch weiteren 20 Jahren lebenserwartung ausgehen, dann könnten Sie etwas vorsichtiger kalkuliert mit etwa 2 bis 3 % rechnen, wie lange Ihr angespartes Kapital dann reicht. Wenn Sie den Zahlungsstrom mal aufzeichnen, sollten da etwas über 1000 (bis zu knapp 1350 Euro bei höhere Zinsannahem von 3 %) monatlich zu erwarten sein. Klingt doch schon ganz gut - oder? Aber beachten Sie weiterer Einflussfaktoren: Wie ist Ihre Altersrücklage steuerlich zu behandeln (bei Steuerersaparnis ist die Rendite ja höher, da die Steuerersoparnis ja von den einzahlungsströmen abgezogen werden muss, schliesslich sinken Ihre "Kosten" für die einzahlung der 250 Euro monatlich. desweiteren ist natürlich die Renditeannahem von 6 Prozent von extrem vielen Faktoren abhängig. Dritens könnte sich der Autor verrechnet haben, so dass Sie mal nachrechnen sollten (müsst aber alles stimmen), viertens ist natürlich völlig unklar, was der Betrag in 30 jahren noch wert ist, fünftens stellt sich die Frage nach der Versteuerung im Alter (haben wir aussen vor gelassen, kann aber höchst relevant sein, da die meisten Modelle immer von aktuell Höchstsätzen und im Alter Steuer gleich null ausgehen. das ist natürlich total unralistisch und sollte seit den ganzen mitunter weniger ehrlichen Versicherungsargumenten für die Lebensversicherung als Unsicherheitsfaktor bekannt sein), ... was ist mit dem effekt auf die Sozialabgaben, sind betriebliche Rentenfonds steuerlich attraktiver, was, wenn Sie älter als 80 / 90 .. je nach Kalkulationsalter ... werden? usw.
Aber so eine Rechnung ist schon mal interessant. Übrigens: Der Autor mischt das noch recht geringe freie Kapital etwas diffus in Aktien, Fonds, Rentenversicherung. Dabei sollen mittelfristig einige Grundsätze der diversifikation systematisch genutzt werden um so Rendite und Risiko in ein optimales Verhältnis zu bringen. Dazu demnächst mal mehr.
Abschliessend noch: Der Autor überlässt die Anlageentscheidungen jeweils den Fachleuten, bespricht lediglich die gewünschte Strategie und rechnet selbst mal ganz gerne nach. darüber hinnaus macht der autor einfach seinen täglichen Job, wo er dann wieder seine Kenntnisse zum Vorteile seine Kunden gut einbringen kann. Sinn dieser Zeilen: Versuchen Sie nicht selbst auf die schnelle ein Finanzfachmann oder Ihr eigener SAnlageberater zu werden. Vermögensberater haben einfach mehr Ahnung - nehme ich an.